3. Flaschenkaries

…oder „Nursing bottle desease“. Die meisten Kinder haben eine Vorliebe für Süßigkeiten, und nach der Stillzeit nehmen Babys die notwendige Flüssigkeit über die Flasche auf. Oftmals werden die Saugflaschen zu lange im Mund gelassen und den Kindern mit ins Bett gegeben. Das beruhigt zwar den Nachwuchs und das Kind schläft unter Umständen schneller ein, aber das Kariesrisiko wird deutlich erhöht. Insbesondere dann, wenn nicht auf Zucker- und Säuregehalt der gegebenen Getränke geachtet wird. Durch das andauernde Nuckeln werden die Zähne fortwährend mit Flüssigkeit umspült. Zucker führt jedoch zu einer Vermehrung kariesauslösender Bakterien. Es bildet sich Säure, die die Zahnoberfläche angreift – dieses geschieht im Übrigen auch bei Gabe von Fruchtsäften ohne Zuckerzusätze durch die Fruchtsäuren!

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass dieses Verhalten zu einer Flaschenkaries, einer so genannten „Nursing Bottle Desease“, führt. Die Zerstörung der Zähne beginnt am Zahnfleischrand und breitet sich über den ganzen Zahn aus. Besonders die oberen Schneidezähne können so stark geschädigt werden, dass sie dunkel verfärben oder sogar abbrechen. Entzündungen und starke Schmerzen entstehen. Es kommt zu Eiterbeulen und Fistelungen. Die Kaufunktion wird beeinträchtigt. Platzhalterfunktionen für bleibende Zähne können nicht ausreichend erfüllt werden.

Bei weiterer Ausbreitung der Entzündung kann es bei den betroffenen Kindern auch zur Beeinträchtigung der allgemeinen Gesundheit kommen. In letzter Konsequenz müssen die Zähne gezogen werden.